Krimi mit Klößen

Immer gut gekleidet: Dorn (Nora Tschirner) und Lessing (Christian Ulmen) fischen im Trüben. (Foto: MDR/ Wiedemann&Berg/ Anke Neugebauer)

„Die robuste Roswita“, der siebte Fall aus Weimar, will irgendwie alles sein. Und ist kurioserweise auch alles: Komödie, Drama, Krimi. Auch die Auflösung fügt sich perfekt in diese Inszenierung ein. Es wirkt, als haben die beiden Autoren Murmel Clausen und Andreas Pflüger nach einem Kloßbrühen-Wettessen ihre Ideen wie von selbst aufs Papier gezaubert, ohne Anstrengung.

Der Zuschauer wird in Minute 1 abgeholt und in Minute 90 wieder auf dem Sofa abgesetzt. Schön ist, dass Tschirner und Ulmen offenbar endlich in ihren Rollen angekommen sind. Davon darf es bitte gerne noch mehr geben. Und da ist es egal, dass der Klamauk zeitweilig das Kommando übernimmt. Man weiß schließlich, was man aus Weimar an „Tatort“-Kost bekommt. Diesmal eine trübe Kloßbrühe, die Appetit auf mehr macht.


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