Offene Fragen

Schlaf- und ratlos: Lena Odenthal (Ulrike Folkerts) ist fasziniert vom sinisteren Lu (Jürgen Vogel). (Foto: SWR/Alexander Kluge)

Die erste Spur führt Hauptkommissarin Lena Odenthal (Ulrike Folkerts) und Mario Kopper (Andreas Hoppe) zum damaligen Arbeitgeber des Ermordeten und dessen Freund, Mark Moss. Seine Unschuldsbeteuerungen überzeugen Odenthal jedoch nicht. Das Auftauchen von Ludwig "Lu" Wolff (Jürgen Wolff) sorgt für zusätzliche Verwirrung bei der Ermittlerin, ermittlungstaktisch und emotional.

Viel ändert sich nicht in Ludwigshafen. Auch der frische Windhauch, den die neue Kollegin Johanna Stern (Lisa Bitter) zu Beginn mitbrachte, entpuppte sich schnell als heißes Lüftchen.

Odenthal irrt immer noch schlaflos durch die Ludwigshafener Nacht, Kopper bleibt maximal eine Randerscheinung. So lauten die sonst am Sonntagabend üblichen Fragen nicht "Wer ist der Mörder?", "Warum hat er es getan?" und "Wie wird er überführt?", sondern sie heißen vielmehr: "Was möchte uns Drehbuchautorin Dagmar Gabler mitteilen?", "Was ist eigentlich mit Lena Odenthal los und wird das jemals erklärt?" und "Wie hat es Regisseur Jobst Christian Oetzmann geschafft, das graue Ludwigshafen in so schöne Bilder zu kleiden?".

Die einzigen Höhepunkte in einem inhaltlich mauen Krimi sind Jürgen Vogel als der zwielichtige Lu Wolff, Ingrid van Bergen in der kleinen, aber feinen Rolle der ehemaligen Bardame Charlotte und wirklich schöne Aufnahmen von der Stadt am Rhein. Ansonsten bleibt Ludwigshafen wie zuletzt auch einiges schuldig. Vor allem Antworten.


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