Spannung und Trauer

(Foto: ARD)

"Wird er vermisst?" fragt die Krankenschwester. Bönisch antwortet nicht und rennt blindlings hinter einem Notfallteam her. Die Ärzte finden vor der Notaufnahme aber nicht den 15-jährigen Sohn, sondern einen tödlich verletzten Mann. Damit steckt das "Tatort"-Team um Bönisch und Faber mitten im sechsten Fall.

Das Opfer Leo Janek ist Banker und Fallschirmspringer. Spezialität: Basejumping - von Hochhäusern, Türmen und Felsen. Sein letzter Sprung führte in den Tod. War es ein missglückter Versuch, Mord oder Selbstmord? Letzteres schließt Bönisch aus. "Wenn ich mich umbringen will, springe ich doch nicht direkt vor die Notaufnahme", meint sie lapidar zu ihrem Chef Peter Faber (Jörg Hartmann).

Polizeioberkommissarin Nora Dalay (Aylin Tezel) kundschaftet die Basejumper-Szene aus und geht in die Luft. Nebenbei führt sie mit ihrem Arbeitskollegen und Ex-Freund Daniel Kossik (Stefan Konarske) einen Kleinkrieg. Ein Fall von Eifersucht.

Als Kossik Blutspuren vom Opfer im Auto eines Sprunglehrers findet, gerät der smarte junge Mann in Verdacht. Auf die Ermittlungserfolge der Jungkommissare am Flughafen Loemühle in Marl, wo einst FDP-Mann Jürgen Möllemann in den Tod sprang, folgt der Ärger. Der Nachwuchs hat Ermittlungsgrundsätze vermissen lassen. Dann bandelt Nora auch noch mit dem Hauptverdächtigen an.

Der Dortmunder "Tatort" zeigt neben Spannung in den Nebensträngen auch wieder Gefühle. Nach der Angst in der Neonazi-Folge "Hydra" sind es dieses Mal vor allem Herz, Trauer, Eifersucht und Mutterinstinkte.

Auch in "Schwerelos" muss der Zuschauer lange rätseln. Der Täter ist aber von Anfang an dabei. Es wird ein trauriger Schluss.

Wie schon die erfolgreiche fünfte Folge "Hydra", die im Dortmunder Neonazimilieu spielte, ist auch Folge sechs wieder ein abgeschlossener Krimi. (dpa)


Mit ePaper wird die Zeitung digital: Testen Sie jetzt das ePaper Ihrer Heimatzeitung zwei Wochen kostenlos!
Link zum Thema
Copyright © mittelhessen.de 2015
Kommentare (0)
Mehr aus Tatort