Billig wird es sicher nicht

Von Hartmut Bünger

Was aber auffällt: Wenn es um die Kosten geht, werden das Planungsbüro und der Bürgermeister sehr einsilbig. Ob bei der Infoveranstaltung in Wallau im Januar oder in den Ausschüssen am Dienstag: Wer nach den ungefähren Kosten fragte, biss sich die Zähne aus. Unisono hieß es: Zum jetzigen Zeitpunkt seien Auskünfte unseriös.

Einerseits ist das nachvollziehbar. Noch ist es eine Ideenskizze, noch sind die Überlegungen im Fluss. Wer weiß schon, ob Atrium und Boulebahn, ob Seilklettergarten und Wasserspielanlage dereinst Wirklichkeit werden?

Andererseits: Gefragt wurde ja danach, was die Anlage, so wie sie jetzt auf dem Papier steht, ungefähr kosten würden. Und das müsste ein Planungsbüro mit jahrzehntelanger einschlägiger Erfahrung doch sagen können. Sind es 10 000 Euro? Sicher nicht. Sind es 100 000 Euro? Auch das dürfte bei Weitem nicht reichen, muss doch erst einmal das Hallenbad abgebrochen werden. Ist es eine Million Euro? Wer weiß.

Die Abgeordneten sollen aber jetzt schon grundsätzlich entscheiden, ob sie diesen Weg einschlagen wollen. Man wird den Verdacht nicht los: Hier soll ein Zug aufs Gleis und in Bewegung gesetzt werden, ohne den Preis für die Fahrkarte zu nennen. Das nährt den Eindruck: Billig wird die Fahrt nicht.


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