Das Beste draus machen: Wählen!

Ein-Kandidaten-Wahl

Von Susan Abbe

Zugegeben: So richtig motivierend ist die Ein-Mann-Wahl nicht. Wer Bürgermeister Thiemigs Programm ablehnt, kann das zwar mit seinem „Nein“ deutlich machen. Welches Programm dieser Wähler befürwortet, bleibt aber offen, da andere Kandidaten mit anderen Ideen, Visionen und politischen Schwerpunkten ja nicht zur Wahl stehen.

Den Vorwurf, nicht in der Lage zu sein, einen eigenen Kandidaten zu präsentieren, der bereit ist, als Bürgermeister Verantwortung zu übernehmen (und es besser als andere zu machen), muss sich dabei insbesondere die Zählgemeinschaft aus CDU, Bürgerblock und FDP gefallen lassen – gerade vor dem Hintergrund, dass sie in den letzten Tagen öffentlich Kritik an Thiemigs Politik geäußert hat. Über den Kandidaten der anderen meckern, aber selbst keinen Alternativkandidaten bieten – für die Zählgemeinschaft ist das kein Ruhmesblatt. Und dem Wähler hilft das schon gar nicht weiter.

Dem Bürger bleibt somit nun die Aufgabe, das Beste aus dieser Ein-Kandidaten-Wahl zu machen. Und das heißt: Wählen gehen! Jeder Wahlberechtigte sollte mit seinem „Ja“ oder „Nein“ zeigen, ob er Joachim Thiemig als Person und mit seinem politischen Programm für einen insgesamt guten Bürgermeister hält oder nicht. Denn nur, wenn die Bürger sagen, was sie wollen und was nicht, kann die Politik reagieren. Behält die Mehrheit ihre Meinung hingegen für sich, tappen alle im Dunkeln. Und das kann für Biedenkopf auf keinen Fall gut sein.


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