Das Kind beim Namen nennen

Von Dirk Wingender

In Dillenburg hat der Bürgermeister-Wahlkampf begonnen, die Diskussion um die Stadthalle war Anlass für ein verbales Scharmützel erster Güte.

Die neue Dillenburger Ampel, Rot-Gelb-Grün, ist Donnerstag eigentlich nur aus Versehen mit ihrer Forderung gescheitert, kein Geld mehr für irgendwelche Stadthallen-Planungen auszugeben. Aus Versehen, weil ein Genosse die Sache anders sah und ein FDP-Mann zum Gelingen fehlte.

Warum aber hat die SPD nicht das Kind beim Namen genannt und in ihrem Antrag gefordert, die Stadthalle auch gleich zu schließen? Sie forderte lediglich: Es solle kein Geld für Gutachten ausgegeben werden, bis die Stadt dafür wieder Geld hat. Mehr nicht.

Zu warten, bis der Bürgermeister (CDU) oder anderswer die Halle schließt, weil es anders einfach nicht mehr geht, ist zu leicht. Wer sich rühmt, auch unbeliebte Entscheidungen zu treffen, muss auch zur Außenwirkung stehen.


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