Der Ton wird rauer 
in Bad Endbach

VON MICHAEL TIETZ

So wie am Montagabend. Von einer parlamentarischen Diskussion waren die Wortbeiträge zu den neuen Dienstwagen der Verwaltungsmitarbeiter weit entfernt. Vielmehr glich der Abend einem Boxkampf, bei dem die beiden Kontrahenten – Bürgermeister Markus Schäfer (CDU) und SPD-Fraktionsvorsitzender Rolf Bernshausen – sich gegenseitig verbal den K.o.-Schlag verpassen wollten. Einen Sieger gab es nicht, aber zwei Verlierer.

Es ist ein gutes Recht der Opposition, auf mögliche Missstände hinzuweisen oder Dinge kritisch zu hinterfragen. Und es steht auch dem Bürgermeister zu, auf eventuell ungerechte Vorwürfe zu reagieren. Doch persönliche Animositäten sollten dabei außen vor bleiben. Hätten sich beide Parteien vorher einmal zusammengesetzt und alle Unklarheiten ausgeräumt, hätten sie sich im Parlament wichtigeren Dingen widmen können.

"Ich finde es erbärmlich, was hier abläuft", warf Bürgermeister Markus Schäfer (CDU) der SPD kurz vor Ende der öffentlichen Debatte vor. Dem ist eigentlich (fast) nichts mehr hinzuzufügen. Nur eines: Mehr Souveränität und ein besserer Umgangston würden allen Beteiligten gut zu Gesicht stehen – auch dem Rathauschef.


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