Dillenburg einen Ruck geben

Zukunftswerkstatt

Von Holger Kiehl

Während die Nachbarn in ihre Infrastruktur investierten, hieß es in der ehemaligen Kreisstadt: „Wir müssen sparen“. Der Bahnhof blieb wie er war, nötige Sanierungen an städtischen Gebäuden wurden verschoben. Auch die politische Konstellation war lange Zeit nicht dazu angetan, dass sich in der Stadt etwas bewegt. Das ist nach der jüngsten Kommunalwahl anders.

Die Zukunft planen und gestalten – das ist mit dem Antrag auf Aufnahme in ein Förderprogramm nicht getan, handelt es sich doch um eine Mammutaufgabe. Sie kann nur gelingen, wenn sich möglichst viele Bürger engagieren. Dann aber kann Großes daraus werden, wie die Nanzenbacher aktuell bei der Dorferneuerung im Kleinen unter Beweis stellen.

Im Gegensatz zu den Dörfern wird in der Kernstadt häufig der mangelnde Wille zur Mitarbeit beklagt. So könnte die Zukunftswerkstatt auch dazu beitragen, ein Wir-Gefühl zu entwickeln, das bestenfalls weit über das Jahr 2030 hinausreicht.

Bei aller momentanen Euphorie sollte die Entwicklung gleichwohl mit Augenmaß betrieben werden. Die finanziellen Mittel bleiben begrenzt. Nicht, dass der zugeklappte Rettungsschirm in ein paar Jahren wieder aufgespannt werden muss.


Mit ePaper wird die Zeitung digital: Testen Sie jetzt das ePaper Ihrer Heimatzeitung zwei Wochen kostenlos!
Link zum Thema
Copyright © mittelhessen.de 2018
Mehr zum Thema
Kommentare (0)
Mehr aus Standpunkte Dillenburg