Ehrlichkeit wäre nötig gewesen

VON KLAUS BIRK

Sie zieht ins Palais von Dungern, einen Gebäudekomplex mit Geschichte, in eine Stadt mit Geschichte, aber auch eine Stadt im Grünen, mit einer Schul- und Bildungslandschaft, die ihresgleichen sucht. Bei mehreren Besichtigungen schwärmt der Stiftungs-Vorsitzende von der herrlichen Lage, den vielen Möglichkeiten, die sich dort böten: ein Refugium für Forscher, ein kleines Paradies für Denker, um über Wege sinnieren zu können, unsere natürliche Lebensgrundlagen zu bewahren. Die Stadt legt sich ins Zeug, vermittelt mit dem Land als Eigentümer, bietet sich als Zwischenhändler an, arbeitet an Verträgen - und wartet ein Jahr auf Nachricht. Die nun gekommen ist und kurz und knapp lautet: "Nein, danke." Und ausgerechnet eine Stiftung, die sich Nachhaltigkeit auf die Fahnen geschrieben hat, ganzheitliches Denken und ökologisches Handeln, ausgerechnet eine solche Stiftung duckt sich hinter dem Denkmalschutz weg. Das ist arm. Hätte sie doch sagen sollen: Wir tun, was alle tun, ziehen uns aus der Fläche zurück und konzentrieren uns auf Berlin. Mindestens denen gegenüber, die sich für das Projekt eingesetzt haben, wären die Verantwortlichen der Deutschen Umweltstiftung diese Ehrlichkeit schuldig gewesen.


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