Eigene Werte vermitteln

Von Maike Wessolowski

Da mag mancher Bäcker oder Metzger sagen: Wir haben es selbst schwer genug, gegen Bäckereiketten und Supermarktfleischereien zu bestehen – ich stress’ mich nicht zusätzlich mit der Einstellung eines Azubis, der erst einmal eine Menge Arbeit macht.

Hand aufs Herz: Alle Azubis und Praktikanten bereiten erst einmal Arbeit. Und doch bilden viele Betriebe und Unternehmen Jahr für Jahr aus: Um Wissen weiterzugeben, Betriebe fortzuführen und die Liebe zum Beruf zu vermitteln und selbst wiederum von Ideen und Sichtweisen der Jungen zu profitieren. Das ist auch eine Chance.

Wenn Bundeskanzlerin Angela Merkel sagt: „Wir schaffen das“, kann man diesen Satz politisch unterstützen oder ablehnen.

Wahr ist aber, dass Integration grundsätzlich keine Sache ist, die man allein auf Behörden, Lotsen oder Arbeitsvermittler abwälzen kann.

Egal, wie man politisch zu dem Thema stehen mag – jeder hat jetzt und hier die Möglichkeit zu zeigen, wie er „sein“ Deutschland sieht, welche Werte ihm wichtig sind. Und er kann sie vermitteln, wenn er Fremde in seine (Arbeits-)Welt aufnimmt.


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