Eine Frage der Glaubwürdigkeit

Debatte über Schul-Reinigung

Von Jörgen Linker

Es wäre ein Maulkorb, wenn ein Lehrer als Kreistagsabgeordneter nur dann etwas über Missstände an Schulgebäuden - dafür ist der Kreis zuständig - berichten dürfte, wenn es vorher mit seiner Schulleitung abgestimmt ist. Wer das fordert, offenbart ein seltsames Demokratieverständnis. Meinungsfreiheit sieht anders aus.

Aber ein Politiker sollte vorher prüfen, dass die Informationen, die er vorträgt, stimmen, dass sie wahr sind. Der Anspruch gilt umsomehr, wenn der Politiker durch seinen Job besondere Kenntnisse von einem Thema hat.

Wer bloß behauptet, aber den Inhalt nicht oder falsch belegt, sägt an seiner politischen Glaubwürdigkeit. Nicht mehr. Nicht weniger. Was Glaubwürdigkeit wieder stärkt: einen Fehler einzugestehen.


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