Es gibt auch Grund zur Freude

Und doch kann ich mich freuen. Nämlich darüber, dass ich das Land wiedererkenne, das sich 1998 zum ersten Mal besucht habe. Istanbul präsentierte sich mir vor 15 Jahren als weltoffene Metropole, die Türkei, die Heimat vieler meiner Freunde aus den Kindertagen, als offen und zukunftsorientiert.

Zu oft hörte ich in den vergangenen Jahren viele kritische Stimmen von Reisenden und Einheimischen – über eine Entwicklung im Land, die sich nicht mit Demokratie und der angestrebten EU-Mitgliedschaft vereinbaren lässt. Doch nun hat die junge Türkei ein Stimme, die die ganze Welt hört. Auch für uns in Deutschland zeigt der Protest etwas Schönes: Führen sonst, wenn über Kopftücher, Muezzinruf und Islam gestritten wird, oft die Extremen beider Seiten das Wort, werden jetzt die gehört, die die Proteste unterstützen, weil sie sich für das Land eine Demokratie wünschen, wie sie sie hier in Deutschland erleben.

In dem Land, indem sie seit vielen Jahren, oder seit ihrer Geburt, friedlich und gut eingegliedert leben.


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