Fehlstart bedeutet nicht das Aus

Von Susan Abbe

Der Schock bei CDU, Bürgerblock und FDP ist entsprechend groß. Und auch wenn die Fraktionen an der Zählgemeinschaft festhalten - der Vorfall dürfte nicht gerade zur Stärkung des Vertrauens innerhalb des Bündnisses beitragen. Immerhin gibt es einen Abweichler, der sich nicht scheute, die Zählgemeinschaft öffentlich vorzuführen - keine gute Voraussetzung bei nur einer Stimme Mehrheit.

Andererseits gilt: Die schiefgegangene Wahl erfolgte geheim; der Abweichler zog es vor, anonym zu bleiben. Bei den meisten kommenden Parlamentsentscheidungen wird hingegen offen abgestimmt. Wer dafür ist, muss die Hand heben. Wer dagegen ist, auch. Da dürfte es einfacher sein, die Reihen zusammenzuhalten.

Das Vertrauen wieder herzustellen - das ist jetzt die nicht ganz einfache Aufgabe für die Fraktionschefs. Abschreiben sollte man die Zählgemeinschaft wegen ihres Fehlstarts indes ganz sicher nicht.


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