Geiz kann auch beschämend sein

"Haiger live"
Von Christoph Weber

Mit dem Becher werden die Bands finanziert, über die Getränke muss auch die Organisation rund um den Bandauftritt bezahlt werden. Außerdem trägt das Eventmanagement aus Siegen das komplette Risiko.

Wenn sich dann angebliche Musikfreunde darüber aufregen, dass sie faktisch drei Euro Eintritt für 7 x 4 Stunden Musik bezahlen müssen, dann lohnt der Aufwand nicht, diese überzeugen zu wollen, dass die meisten Besucher auf dem Haigerer Marktplatz einfach nur Spaß haben wollen. Wer „EVE“, die letzte Woche in Haiger ein Gastspiel gaben, woanders hören will, zahlt sieben Euro Eintritt. Bei „Hörgerät“, die diesmal beim Altstadtfest statt bei „Haiger live“ auftraten, werden normalerweise zehn Euro fällig.

Den meisten Musikfans ist es auch egal, ob in den Becher 0,25 oder 0,3 Liter Bier passen. Wer Durst hat, holt sich was, wer seinen Platz nicht aufgeben will, wippt weiter im Takt der guten Musik.

Und denen, die sich die Getränke selbst mitbringen, sei gesagt, dass sie dazu beitragen, dass sich „Haiger live“ irgendwann finanziell nicht mehr lohnt, wenn sich viele Nachahmer finden. Die „Selbstversorger“ können sich dann auf dem Marktplatz breitmachen – allerdings auch mit eigener Musik. Die kostet dann aber wenigstens auch nichts.

Geiz kann ganz schön beschämend sein!


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