Gewollte Provokation

Von Martin H. Heller
Standpunkt zur Schutzzonenstreife in Wetzlar

Kein Bereich der Stadt Wetzlar wird so intensiv überwacht wie der Bereich des Bahnhofs. Dort gibt es Videokameras, deren Bilder direkt in die Wetzlarer Polizeistation übertragen werden. Und in den Fällen, in denen das Eingreifen der Polizei nötig war, waren die Beamten auch rasch vor Ort.

Was also kann und will die „Schutzzonenstreife“ bewirken? Nichts, ist die einfache Antwort. Nichts, außer Aufmerksamkeit zu erlangen.

Und dabei ist ihren geistigen Eltern keine Geschmacklosigkeit zu geschmacklos. Der Name lässt ekelerregende Erinnerungen an die Schutzstaffel der Nazis aufkommen, an die SS, die Millionen Menschen wegen ihrer Religion, ihrer Herkunft oder politischen Gesinnung ermordet hat.

Für unseren Schutz ist die Polizei zuständig, niemand sonst, und sie hat bisher einen hervorragenden Job gemacht. Wir brauchen keine rechte Schutzstreife. Wir brauchen die genauso wenig wie Wuppertal eine salafistische Scharia-Polizei.


Mit ePaper wird die Zeitung digital: Testen Sie jetzt das ePaper Ihrer Heimatzeitung zwei Wochen kostenlos!
Link zum Thema
Copyright © mittelhessen.de 2018
Mehr zum Thema
Kommentare (0)
Mehr aus Standpunkte Wetzlar