Gut, dass wir drüber gestritten haben

Von Dirk Wingender
Von Dirk Wingender

Dezember 2011. In Eschenburg lassen CDU und Teile der FWG den Haushalt durchrasseln. Eine Notbremse, sagt die CDU. Der Gemeindevorstand habe die Hausaufgaben nicht gemacht, sagt die FWG.

Januar 2012. Der Haushalt wird jetzt doch beschlossen, bis auf ein paar Mini-Änderungen und Posten, die nicht gespart, sondern nur geschoben werden. Bis zum Stichtag kam von den Parteien keine einzige Änderung.

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Warum nicht? Dass CDU und FWG den Haushalt ablehnen, ist ihr gutes Recht. Es ist auch gut, über die Zukunft des Schwimmbads zu diskutieren, für das jedes Jahr ein paar hunderttausend Euro Steuergeld draufgelegt werden. Die CDU habe Sparvorschläge gemacht, schreibt sie auf ihrer Internetseite. Gut! Warum hat sie die Chance nicht genutzt, und sie für den neuen Haushalt eingereicht?

Eine Verwaltung mache nur Vorschläge fürs Sparen. Die Schwerpunkte müssten aber die Politiker nennen. Diese Aussage stammt von einem Parteikollegen der Eschenburger CDUler. Dillenburgs Bürgermeister Michael Lotz.

Wer zuschaut, bekommt den Eindruck, dass in Eschenburg mal wieder nur taktiert wird. Nach dem Motto: Gut, dass wir mal drüber gestritten haben.

Ob man so mehr Menschen zum Wählen bewegen kann?


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