Gute Debatte, gute Lösung

Verkaufsoffener Sonntag

Von Mika Beuster

Beides hat seine Berechtigung und Linken-Fraktionschef Kai-Hagen Maiwald hat diesen Standpunkt im Stadtparlament nachvollziehbar dargestellt. Religion spielt für eine wachsende Zahl von Deutschen aber nur noch eine untergeordnete Rolle und immer häufiger arbeiten sie auch sonntags. Ist der Sonntag nicht mehr heilig? So weit gehen nicht einmal die Befürworter von vier verkaufsoffenen Sonntagen wie die FDP in Limburg. Deren Fraktionschefin Marion Schardt-Sauer machte das Dilemma des stationären Einzehandels deutlich, mit dem stets geöffneten Internet mithalten zu müssen. Zuschauer erlebten eine solide Debatte im Stadtparlament mit stichhaltiger Argumentation auf beiden Seiten. Und einer guten Lösung. Eine einheitliche landesweite Regelung, die Limburg fordert, würde viele Konflikte entschärfen. Und die Last von Kommunalpolitikern nehmen, das Rad stets neu erfinden zu müssen. Auch ein hässlicher Wettkampf der Innenstadt-Einzelhändler untereinander an benachbarten Standorten würde vermieden. Die haben mit einem großen US-Versandhandelskonzern wahrlich einen anderen Gegner. Dass der am Ende gewinnt, können auch Befürworter eines freien Sonntags nicht wollen.


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