Hardt handelt politisch ungeschickt

Von Jörgen Linker

So gehen die Sparvorschläge des Bürgermeisters die Bürger an. Es ist ihr Geld, es sind ihre Steuern und Gebühren. Deshalb sollten die Bürger in Driedorf erfahren, was damit gemacht wird. Und sie sollten auch dabei sein dürfen, wenn über ihr Geld beraten wird. Nur so können sie noch Einfluss auf die Diskussion und auf die Sparvorschläge nehmen.

Hardt hat jedoch die Beratung mit den Gemeindevertretern in einer nicht-öffentlichen Runde gesucht - und die Bürger ausgeschlossen. So wurde die Diskussion (vor-)verlagert. An den Bürgern vorbei. Das ist das Gegenteil von Transparenz und Bürgernähe. Politisch ungeschickt. Anschauungsunterricht hätte ihm die Stadt Dillenburg bieten können: Die Debatten über die Sparmaßnahmen wegen des Schutzschirms waren komplett öffentlich.

Hardt muss seine Rolle als Bürgermeister noch finden. Er ist kein Rechtsanwalt mehr, er ist inzwischen Politiker. Für ihn gelten neue Maßstäbe: nicht mehr Recht haben, sondern vermitteln.


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