Hauruck-Verfahren ließ keine Chance

Von Dirk Wingender

Was Kreft nicht bewusst war: Vor der Sitzung am Donnerstagabend war Öffentlichkeit und Presse gar nicht klar, dass die FWG die Schließung beantragte. Denn auf der Tagesordnung der Sitzung - und nur diese war vorher öffentlich - war als letzter Punkt nur ein harmloses "Jugendarbeit in Eschenburg, Antrag der FWG" aufgelistet.

Das politische Verfahren war es, das Jugendlichen, Eltern, Interessierten keine Chance ließ, sich vorher einzumischen. Sich zu informieren, mitzureden. Was in einer Demokratie sonst üblich ist.

Ja, Eschenburg muss sparen. 2300 Euro Schulden entfallen umgerechnet auf jeden Einwohner.

Aber haben die Freien Wähler vorher das Gespräch mit denen gesucht, über die sie entscheiden?

Ein Jahr Bewährung fürs JuZ, dann sehen, wie es damit weitergeht - das war letzter Stand. Spätestens zur Haushaltsberatung im Dezember wäre es wieder auf den Prüfstand gekommen. Die Schließung im Hauruck-Verfahren vorab durchzudrücken, war unnötig und rücksichtslos.


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