Herr Minister, das ist ungerecht

Flüchtlingsunterkünfte
Von Jörgen Linker

Das ist eine Ungerechtigkeit. Herr Finanzminister Thomas Schäfer (CDU), bessern Sie nach! Sorgen Sie für Gerechtigkeit! Zahlen Sie auch einer Stadt wie Herborn dieses Geld!

Sie haben erklärt, mit dem Geld solle die Leistung vor Ort für die Flüchtlinge gewürdigt und die Belastungen vor Ort durch die vielen Flüchtlingen anerkannt werden. Ob 600 Flüchtlinge in einer "Erstaufnahme" oder in einer "Notunterkunft" untergebracht sind - die "Belastungen" für die Städte bzw. deren Bevölkerung sind gleich.

Und zu den "Leistungen vor Ort": Die Erstaufnahmen sind meist vom Land eingerichtet. Die "Notunterkunft" in Herborn dagegen wurde von Menschen eingerichtet, die aus der Umgebung stammen. Die Kreisverwaltung musste sich kurzfristig darum kümmern. Und viele Ehrenamtler von Feuerwehren aus dem Raum Herborn sowie vom THW haben beim Aufbau der Betten in dem früheren Lebensmittelmarkt geholfen. Darüber hinaus betreuen weitere Ehrenamtler die Flüchtlinge in der Herborner "Notunterkunft", und die Bevölkerung hilft mit Spenden.

Obendrein noch ein Vergleich: ein Blick in die Erstaufnahme in Neu-Isenburg. Flüchtlinge haben sich dort mit Seilen und daran aufgehängten Decken und Tüchern selbst eine Privatsphäre geschaffen. Dagegen die "Notunterkunft" in Herborn: Hier hat der Kreis mit Holz kleine private Räume (Boxen) innerhalb des Gebäudes geschaffen. Diese "Notunterkunft" scheint auch den Flüchtlingen gerecht zu werden. Sie haben am Montag dafür demonstriert, in der Herborner Einrichtung bleiben zu dürfen und nicht nach beispielsweise Gießen verlegt zu werden.

Herr Finanzminister, werden Sie nun Herborn und den vielen Ehrenamtlern vor Ort gerecht!


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