In Wetzlar nix Neues

Von Martin H. Heller

Wie soll Wetzlar in 20 Jahren aussehen? Diese Frage stellten sich jetzt 30 Wetzlarer bei der Bürgerbeteiligung für das Förderprogramm „Stadtumbau in Hessen“. Alle waren – so wie bei der Beteiligung an den Beratungen zur Zukunft des Freibads Domblick – ausgewählt und eingeladen worden. Was ist dabei herausgekommen: Nix Neues. Schließlich ist vieles von dem, was letztlich auf rosafarbenen, grünen und gelben Zetteln an die große Pinnwand geheftet wurde, vor nicht allzu langer Zeit schon einmal durchgehechelt worden. ISEK, Innenstadtentwicklungsprojekt, hieß das Programm, das erst im Januar zu Ende gegangen ist. Damals ging es um beinahe die gleichen Themen, die Einbeziehung der Wasserläufe, um Wohnqualität, Tourismus und Soziales.

Wie soll Wetzlar in 20 Jahren aussehen, war die Frage. Antworten gaben aber auch in dem neuerlichen Beteiligungsprozess nicht diejenigen, die sich in 20 Jahren in der Mitte ihres Arbeitslebens befinden. Die heute ganz jungen Leute, die sich auch in 20 Jahren in Wetzlar wohlfühlen sollen, die Wetzlar als lebenswerte Stadt empfinden sollen, die müssten ihre Vorstellungen mit einbringen. Am Samstag fehlten sie in der Runde.


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Kommentare (2)
"ausgewählt und eingeladen" sagt eigentlich schon alles. Wer wählt denn aus und nach welchen Kriterien ?

Es steht leider keine Uhrzeit dabei aber wahrscheinlich war die Veranstaltung wieder zu einem Zeitpunkt in dem mehr
jeder Arbeitnehmer an seinem Arbeitsplatz sitzt anstatt durch die Innenstadt zu flanieren. Sei's drum, der Artikel von Hr. Heller ist m.E. recht anmaßend; heute muss man schon froh sein wenn sich überhaupt noch jemand findet der Interesse an Mitarbeit hat, den muss man nicht noch im Artikel als unfähig darstellen die Zusammenhänge zu erkennen. Wo sind denn die Vorschläge des Herrn Heller zur Weiterentwicklung der Stadt ?
Im entsprechenden Artikel war sinngemäß von "ausgewählten Teilnehmern" die Rede. Klingt also nicht nach Desinteresse auf seiten der jungen Stadtbevölkerung.
Den Fotos nach zu urteilen werden einige der Teilnehmer dieser mehr
Runde die gewünschten Umbauten während ihrer Lebenszeit nicht mehr erleben.
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