Kein Sinn 
für Fakten

Beatrix von Storch

Von Mark Adel

Zu oft beschränkte sich die 47-Jährige auf Tatsachenbehauptungen, die schnell zu widerlegen sind. Etwa wenn sie auf den Beginn der Flüchtlingswelle im Herbst 2015 zu sprechen kommt. Damals sei die Einreise von Flüchtlingen von Ungarn aus nach Deutschland mit einer humanitären Katastrophe begründet worden. „Aber es war keine humanitäre Katastrophe“ – das ist die Auffassung der AfD, die mit Fakten nichts zu tun hat.

Wer politische Konzepte erwartete, wurde enttäuscht. Und so bleibt die AfD vorerst eine rechtspopulistische Protestpartei, die für die Menschen attraktiv sind, die sich von den so genannten etablierten Parteien nicht mehr vertreten fühlen – so wie auch Karl-Hermann Bolldorf der CDU den Rücken gekehrt hat, um sich eine konservativere politische Heimat zu suchen. Doch auch er verlor sich zu oft in einfach zu widerlegenden populistischen Äußerungen. Zumindest für Beatrix von Storch ist klar: Die AfD bleibt am rechten Rand. Am Samstag machte sie keine Anstalten, weiter in die Mitte zu rücken.


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Kommentare (1)
Lieber Herr Adel, Sie waren wohl nicht dabei in Niedereisenhausen, weil Sie das was Frau von Storch sagte völlig anders darstellen, oder hatten Sie Ihre Hörgeräte nicht an?!
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