Kontrollieren und forschen

Von Jürgen Vetter

Doch Scherz beiseite: Wenn das Umweltbundesamt vermeldet, dass mehr als ein Viertel der deutschen Grundwasservorkommen den Grenzwert für diese an sich segensreichen Verbindungen aus Stickstoff und Sauerstoff überschreiten, dann muss etwas geschehen – auch in Mittelhessen, wo in der Landwirtschaft noch ein gesundes Verhältnis zwischen bewirtschafteten Flächen und Vieh besteht.

Offensichtlich hat die Landwirtschaft einen bedeutenden Anteil am Ansteigen dieser Nitratwerte. Doch das gilt in verschiedenen Regionen in ganz verschiedenem Maße. Außerdem gibt es einige weitere Verursacher, denen im Einzelfall mehr Bedeutung zukommen kann. Die Brunnenvergifter können nicht schnell und eindeutig benannt werden. Einfache Schuldzuweisungen helfen also auch dort nicht weiter.

Trotzdem: Wenn es ums Grundwasser geht, dann geht es um elementare Daseinsvorsorge. Vieles, was wir täglich brauchen, kann durch andere Stoffe ersetzt werden. Das Trinkwasser nicht. Deshalb müssen wir reagieren: die Einhaltung der neuen Grenzwerte ständig überprüfen und die verschiedenen Ursachen von erhöhter Nitratbelastung noch genauer erforschen.


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