Landkreis kann auf dieses Bad verzichten

Kreishallenbad Weilburg

Von Pascal Reeber

In der Diskussion ist der Wert des Bades zwar immer wieder betont worden, am deutlichsten von Gerhard Lippe (Grüne), der sagte: "Ich kann dieses Bad nicht schließen, sonst ist die Region blank". Die Gründe dafür erschließen sich dem Betrachter aber nicht unbedingt.

Unbeantwortete Frage 1: Wenn das Bad ein so toller Standortfaktor ist, warum waren dann im Jahr 2011 nur 62 000 Besucher im Becken - von denen der Großteil aus Vereinen und Schulen stammen dürfte?

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Unbeantwortete Frage 2: Warum muss der Kreis dafür sorgen, dass Kinder schwimmen lernen, wie Landrat Manfred Michel (CDU) sagte? Selbst wenn man, wie der Landrat, findet, dass sie das müssen: Kann Schwimmenlernen dann nicht Elternsache sein - so wie zum Beispiel Fahrradfahren? Und keine Sache des Kreises?

Der Landkreis kann, der Landkreis muss auf dieses Bad verzichten, sollen seine Sparbemühungen wirklich ernsthaft wirken.

Schauen wir auf die Zahlen: Das Kreishallenbad verursacht so viel Minus, dass die kreiseigene Hallenbad-GmbH jeden Besucher im Jahr 2011 umgerechnet mit 6,40 Euro subventioniert hat. Für dieses Geld könnte der Landkreis auch gleich Busse chartern und Badgäste in die Bäder in Wetzlar oder Offheim fahren.


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