Leichter am Leben der Jugend teilhaben

Von Maike Wessolowski

Ich muss sagen, ich finde es großartig, wenn sich Junge und Alte zusammentun und das Internet, die Kommunikationsdienste und sozialen Netzwerke gemeinsam erkunden.

"Das brauch ich nicht" heißt es oft - den Satz kann ich nicht mehr hören.

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Was heißt schon brauchen? Was brauchen wir, um ein glückliches Leben zu führen?

Ein wesentlicher Bestandteil ist aber sicher Kommunikation. Und diese läuft heutzutage eben nicht nur persönlich, am Telefon oder gar mit Briefen, sondern auch mit E-Mails, "Whatsapp"-Nachrichten oder über einen Facebook-Chat. Im Urlaub habe ich eine 80-jährige Frau aus den USA kennengelernt, die ihrer Tochter abends über Videotelefonie "Skype" erzählt hat, was sie gerade erlebt. Es ist doch toll, wenn eine 70-Jährige ihren Kindern "mal eben" eine Whatsapp-Nachricht schreiben kann. Wenn sie ein Foto mit dem Smartphone machen und versenden oder Bilder des Enkels auf dem "Tablet" beim Kaffeekränzchen den Freundinnen präsentieren kann.

Diese Menschen erleben, dass es sich lohnt, auch im Alter Neues zu lernen und auszuprobieren. Sie halten sich einen Kommunikationskanal offen, der für Jüngere Alltag ist. Sie nehmen viel selbstverständlicher an deren Leben teil.

Und - da es derzeit noch etwas Besonderes ist, wenn 70-Jährige "chatten" - ist es nicht ein schönes Gefühl, wenn Kinder oder Enkel deswegen mächtig stolz auf die Eltern oder Omas sind?


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