Moment mal

Von Jörg Weirich

Denken so auch die Verantwortlichen der Straßenbaubehörde "Hessen-Mobil"? Ich glaube: Nein.

Schon als die Arbeiten an der Uferstützmauer am Dillenburger Ortseingang im Sommer begannen, war der Straßenbelag auf den letzten Metern vor der Ampel am Jahnknoten hinüber. Lkw hatten da im Laufe der Jahre tiefe Spurrinnen hineingedrückt. Wer einmal von links aus der Baustellenspur nach rechts zum Bahnhof abgebogen ist, weiß genau, was ich meine.

Als die Arbeiten an der Mauer beendet und die auf der Straße abgestellten großen Kettenfahrzeuge abgerückt waren, musste dort der Straßenbelag erneuert werden. Und was macht "Hessen-Mobil"? Lässt nur einen zwei Meter breiten und knapp 150 Meter langen Teilstreifen erneuern - statt in einem Aufwasch auch gleich die Spurrinnen vor der Ampel beseitigen zu lassen.

Was jetzt kommt, dafür kann die Behörde nix: Die Straße muss nochmal gesperrt werden, weil die Baufirma nacharbeiten muss. Aber: Wieder bleibt die Chance ungenutzt, die Spurrinnen zu beseitigen.

Nicht lange, dann lässt "Hessen-Mobil" die Bundesstraße kurz vor dem Ortseingang sicher noch ein drittes Mal sperren. Warum? "Weil Spurrinnen beseitigt werden müssen", heißt es dann in einer Pressemitteilung aus Marburg. Wetten?


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