Mütter in die Politik

Von Sonja Diefenbach

In Führungsetagen von Konzernen und in Parlamenten, in denen wichtige Entscheidungen getroffen werden, sind Frauen dagegen meist unterrepräsentiert. Im Landkreis Limburg-Weilburg beispielsweise beträgt der Frauenanteil in den Parlamenten lediglich 17 Prozent. Ein Grund dafür könnte sein, dass für aktive Politik keine Zeit mehr bleibt, wie die Gleichstellungsbeauftragte Ute Jungmann-Hauff vermutet. Dabei wäre gerade in den Parlamenten das Wissen, die Erfahrung, die Sensibilität und das diplomatische Geschick von Frauen und Müttern gefragt. Wer einen Streit unter Dreijährigen schlichten kann, braucht keine Fortbildung in „social skills“ und weiß genau, dass man mit verhandlungssicherem Geschick weiter kommt als mit Konfrontation und dass Gerechtigkeit das A und O ist.

Liebe Männer, nicht falsch verstehen: Ich spreche Ihnen diese Eigenschaften nicht ab. Der Alltag mit Kindern und das managen von „Familienunternehmen“, das doch meist in den Händen von Frauen liegt, ist aber immer noch die beste Schule, um auch in schwierigen Situationen einen kühlen Kopf zu bewahren.


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