Na dann, Prost!

Von Christian Keller

Die Realität sah dann etwas weniger blumig aus. Biergartenatmosphäre lieferten die Biertische, okay, aber unterschiedliche Biergärten? Nein. Einheitsstände, die sich lediglich durch das entsprechende Transparent voneinander unterscheiden ließen. Personal, das zu seinem Bier etwas sagen konnte? Nur wenige.

Wer ein besonderes Bier suchte, das es nicht im gut sortierten Getränkemarkt gibt, der musste ziemlich lange, bisweilen vergeblich suchen. Die Preise? Deftig.

Bühne und Live-Musik? Das hat gepasst. Die Toilettenwagen am Samstag ab 22 Uhr defekt? Auch das kann mal passieren.

Frühschoppen am Sonntag? Ausgefallen, weil entgegen der offiziellen Ankündigung doch nur am Freitag und Samstag geöffnet wurde. Dafür beharrt der Veranstalter darauf, dass 20 000 Menschen das Festival besucht haben. 20 000? Sag ich jetzt nichts zu.

Bereits am Sonntagnachmittag war alles abgebaut, der Tross schon auf dem Weg zur nächsten Station. Ein Geschäft auf Rädern – Kommerz eben.

Hingehen, anschauen, probieren: alles richtig und auch wichtig, um als Stadt attraktiv zu bleiben. In diesem Fall entscheide ich mich dann zumindest wieder für die heimische Kirmes. So wie auf dem Schillerplatz. Da stehen die Mitglieder des eigens zur Erhaltung der Kirmes gegründeten Vereins hinter der Theke und Frühschoppen gibt’s auch. Mit waschechten Jungs aus der Region wie Fossi und Charly. Na dann, Prost!


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