Neuanfang in Bad Endbach

Von Michael Tietz

Das Ergebnis ist eindeutig. Der Sozialdemokrat hat es verstanden, den Wählern glaubhaft zu vermitteln, dass er mit seinen 25 Jahren genau der Richtige ist, um mit Enthusiasmus und Visionen die Gemeinde voranzubringen. Dass er ein junger, unverbrauchter und vor allem belastbarer Kandidat ist, der Themen ohne Scheuklappen begegnet. Und der es versteht, junge Menschen zu begeistern.

„Der Junge“ kann auch schon einiges an Erfahrung einbringen. Als Sozialpädagoge kennt er sich mit Verwaltungsabläufen in diversen Behörden und Ministerien aus, auch der verantwortungsvolle Umgang mit öffentlichen Geldern ist ihm nicht fremd. Erfahrung und Kompetenzen lassen sich ohnehin nicht am Alter festmachen. Das haben vor Schweitzer schon einige junge Bürgermeister im Land bewiesen. Und ein Polit-Neuling ist er ebenfalls nicht. Seit mehr als fünf Jahren engagiert sich der Sozialdemokrat auf verschiedenen Ebenen in der Partei sowie in Gremien in der Gemeinde und im Kreis.

So gewissenhaft, wie Schweitzer sich auf diesen Wahlkampf vorbereitet hat, so pflichtbewusst wird er sich sicherlich auch den Hausforderungen in seinem neuen Job stellen.

Ein Neuanfang kündigt sich auch im Bad Endbacher Parlament an. Hier scheinen die Tage der Koalition von SPD und Freien Wählern gezählt. Die Attacken, die der kleine gegen den großen Partner in den vergangenen Wochen abfeuerte, waren weit mehr als nur ein Störfeuer. Vorwürfe wie parteipolitische Vetternwirtschaft und Klüngelei wird der Wahlsieger bestimmt nicht einfach so stehenlassen.


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