Nicht nur 
für 86.675

Von Mika Beuster

Es ist noch gar nicht so lange her, dass Frauen ihren Ehemann um Erlaubnis bitten mussten, bevor sie eine Arbeit aufnehmen durften. Das gleichlautende Gesetz schreibt in Deutschland aber seit 60 Jahren die Gleichberechtigung vor. Über eine „Unterdrückung der Frauen“ in manch anderer Kultur wird sich seitdem gerne echauffiert. Doch wie sieht die Wirklichkeit hierzulande aus? Aktuelle Debatten erschüttern das Bild, wir seien als Gesellschaft schon weit gekommen. Erst war es der „Aufschrei“, den ein alternder Politiker an der Hotelbar auslöste. Dann nahm von der „Besetzungscouch“ in Hollywood die „#MeToo“-Debatte über sexualisierte Gewalt ihren Lauf. Auch sonst klaffen Anspruch und Realität auseinander. Etwa beim Geld: Während der Verdienst der Frauen im Job geringer ausfällt, ist das Verdienst des weiblichen Teils der Bevölkerung bei der Betreuung von Kindern und pflegebedürftigen Angehörigen um so größer. Anlass genug für das TAGEBLATT, die Debatte in die Region zu holen. In der Serie „Frauen in Limburg-Weilburg“ wollen wir die Lebensrealitäten der 86.675 Frauen, die hier bei 85 690 Männern leben , in den nächsten Wochen beleuchten. Wie steht es um die Gleichberechtigung an der Lahn? Wir wollen zudem eine Debatte anstoßen.

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