Nicht nur eine Personenwahl

Bürgermeisterwahl in Lahnau
Von Pascal Reeber

Das Ergebnis nur mit den Eigenheiten der Personenwahl zu erklären, täte Ulf Perkitny Unrecht. Denn das würde bedeuten, er wäre ein schlechter Kandidat gewesen. Und das war er nicht. Sicher auch keine Lichtgestalt vom Schlage eines Barack Obama. Aber doch ein fähiger Bewerber, so wie Silvia Wrenger-Knispel und Markus Velten auch.

 

Dass nun diese beiden, nicht aber Perkitny in die Stichwahl einzieht, hat gewiss nicht nur einen Grund. So viel aber lässt sich sagen: Das Römerforum ist einer dafür. Offenbar können sich viele Wähler mit dem Zuschuss an den Förderverein nicht abfinden. Ob das Thema „nur“ schlecht erklärt ist oder ob die Wähler in großer Zahl tatsächlich dagegen sind, spielt da keine Rolle: Es fällt demjenigen auf die Füße, der als einziger der drei Kandidaten dafür ist – und das ist Ulf Perkitny.

 

Bei den übrigen Themen unterschieden sich die Kandidaten nicht so sehr – und das ist womöglich der Grund für die geringe Wahlbeteiligung. Die Kandidaten stritten sich nicht, es wurde nie scharf gegeneinander geschossen. Menschlich ist das prima. Aber: Ein Kuschelkurs schafft keine Mobilisierung an der Urne.

 

Nun also Wrenger-Knispel gegen Velten, Ausgang offen. Bei nur 150 Stimmen Unterschied im ersten Wahlgang ist das Rennen völlig offen. Und das Zünglein an der Waage sind womöglich gerade die SPD-Anhänger.


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