Rosconi: Schon wieder die gleiche Litanei

VON KLAUS BIRK

Es kommt uns deswegen so erschreckend bekannt vor, weil wir es in den vergangenen Monaten immer wieder erleben mussten. Happel in Obershausen: 50 Jahre lang - bis zum Schluss - ein rentables Unternehmen, wird 2011 auf Beschluss der Bochumer Konzernzentrale geschlossen, 140 Arbeitsplätze werden ersatzlos gestrichen. Der Neuselters Mineralbrunnen in Löhnberg: Der uralte Markenname verkauft sich auf einmal nicht mehr, die Mehrweg-Abfüllung wird eingestellt, der Mutterkonzern Nestlé setzt kurz vor Weihnachten 40 Mitarbeiter vor die Tür.

Und jetzt Rosconi: Schon wieder die gleiche Litanei. Defizite, keine Aufträge, keine Zukunft. Standortverlagerung, wieder 40 Arbeitsplätze weg. In allen Fällen wurden die Mitarbeiter kaum oder gar nicht informiert. Warum auch? Es geht ja nur um ihre Existenz - und die ihrer Familien. Wir haben den wunderschönen Artikel 14 im Grundgesetz: "Eigentum verpflichtet", heißt es da. Es lohnt sich, auch den zweiten Satz zu lesen: "Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen."


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