Schritt auf Kunden zu

Von Mika Beuster

Knapp zwei Jahre Baustelle, 13,8 Millionen Kosten: Hat sich die Sanierung der Kreissparkasse Weilburg gelohnt? Das neu gestaltete Gebäude kann sich von innen und außen sehen lassen. "Die Zipfelmütze", wie Bürgermeister Hans-Peter Schick (parteilos) den Aufbau nannte, der einst das Stadtbild mit verschandelte, ist weg.

Ein wenig ist das auch symbolisch zu sehen, wie Architekt Mathias Losacker sagte: Statt eines in die Höhe rankenden Bankenturms sollte es ein in die Breite gehender Bau werden. Das Gebäude als Sinnbild für das, wie sich das Institut sieht - mit der Region verwurzelt. Eine Sparkasse, die sich um die Bürger und Wirtschaft vor Ort kümmert, anders als die Großbank im Glasturm. Auch von innen: Angenehme Farben, wertige Materialien - ohne protzig zu wirken. Und: Rechnen soll sich der Umbau, durch Einsparungen und höhere Effizienz.

Dennoch werden sich einige die Frage stellen, ob die Kosten angemessen sind in stürmischen Zeiten. Personal wird abgebaut, das Geschäftsmodell neu aufgestellt. Die Antwort: Sind Mitarbeiter und Kunden zufrieden, hat es sich gelohnt. Es spricht vieles dafür. Die Bank hat sich baulich geöffnet, ist für Kunden attraktiver. Noch einen Schritt hat die Sparkasse gemacht: Der Dispozins, einst der höchste der Sparkassen in Hessen, sinkt auf unter zehn Prozent.

 


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