Sein erstes Pokémon

Von Christian Röder

Doch ich scheine seine Neugierde geweckt zu haben. Kurze Zeit später hat er es auf seinem Handy. "Und jetzt?", fragt er. "Jetzt musst Du Dir erst mal Deinen Charakter erstellen." Fragender Blick. "Klick einfach auf ,weiter’."

Die Personalisierung des Spielcharakters mit buntem Rucksack und T-Shirt läuft dann auch fix ab. "Viel Auswahl hat man aber nicht", kritisiert der "Pokémon Go"-Neuling. Recht hat er.

Zehn Minuten - und zwei Abstürze der App - später ruft der Kollege mir zu: "Ich gehe mal kurz in die Stadt, Essen holen." Doch er kommt und kommt nicht wieder. Da, eine WhatsApp-Nachricht: "Hab’ gerade mein erstes Pokémon gefangen." - "Geil, welches?" Keine Antwort. Zurück in der Redaktion kommt raus, es ist ein "Schiggy". Man sieht ein verdächtiges Funkeln in seinen Augen: Ich glaube, er ist angefixt.

Nachts eine weitere WhatsApp vom Redaktionsleiter. "Hier blitzt es. Kann nicht jagen." Ja, er ist angefixt. Das "Pokémon Go"-Fieber hat ein neues Opfer gefunden.


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