So stellen wir die Kandidaten vor

Bundestagswahl

Von Jörgen Linker

Zum einen in einem Porträt der Direktkandidaten. Mit Fragen zu ihrem persönlichen Bezug zur Politik sowie mit Fragen zu ihrer Persönlichkeit – getreu nach Goethe: „Sage mir, mit wem du umgehst, so sage ich dir, wer du bist; weiß ich, womit du dich beschäftigst, so weiß ich, was aus dir werden kann.“

Zum anderen haben wir den Direktkandidaten Fragen zu acht verschiedenen bundespolitischen Themenfeldern gestellt. Diese Antworten der Kandidaten stellen wir in acht sogenannten Synopsen gegenüber – damit können Sie die unterschiedlichen Positionen der Bewerber zu einem Thema unmittelbar miteinander vergleichen.

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Dazu haben wir neun der zehn Direktkandidaten im Lahn-Dill-Kreis in den vergangenen beiden Wochen interviewt und ihnen jeweils denselben Fragenkatalog gestellt.

Die NPD und deren Spitzenkandidaten haben wir außen vor gelassen. Begründung: Die NPD vertritt rechtsextreme Positionen. Das Bundesverfassungsgericht hat die Partei zwar nicht verboten, aber für verfassungsfeindlich erklärt. Und wir müssen und wollen den Positionen von Verfassungsfeinden kein Forum bieten.

Eine weitere Fragestellung: Wie umgehen mit der Satirepartei „Die PARTEI“? Wir haben so entschieden: Satire ist nicht nur eine Kunstform, sondern auch eine Form von Politik, sie kann unter anderem auf Missstände hinweisen. Deshalb haben wir auch den „PARTEI“-Kandidaten interviewt. Schon im Mittelalter war der Hofnarr nicht nur Spaßmacher und Unterhalter, sondern er hielt den Mächtigen auch den Spiegel vor. Und heutzutage informieren sich viele Fernsehzuschauer beispielsweise mit der „heute show“ über Politik. Nach dieser Grundsatzentscheidung darf dann die Frage, ob wir die Satire für gelungen halten oder nicht, nicht mehr unser Bewertungsmaßstab für eine Veröffentlichung sein – genauso wenig, wie die unterschiedlichen Meinungen der anderen Kandidaten aus dem demokratischen Spektrum.


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