Stadt hat 
die Wahl

Von Hartmut Bünger

Für eine Berggaststätte liegen zwei Entwürfe auf dem Tisch. Sie sollen, so die Verantwortlichen bei der Stadt, einen Gaststättenbetrieb ermöglichen, der aus eigener Stärke heraus bestehen kann. Gedacht ist an Bürger aus der Region, die abends oder am Wochenende oder wann immer sie Hunger haben, mitten in der Natur essen gehen wollen. Gedacht ist beispielsweise auch an Firmenchefs aus dem Hinterland, die mittags zu ihren internationalen Gästen sagen: „Jetzt gehen wir mal essen, und zwar bei bester Aussicht“. Das Ganze hat seinen Preis: Selbst die günstigere Variante kostet immer noch, grob, geschätzt, 1,2 Millionen Euro.

Die Alternative dazu wäre der Neubau einer Berghütte, also eher eine Fortsetzung des Bisherigen, wenngleich eben neu gebaut. Essen und Getränke für all jene, die auf der Sackpfeife wandern, Ski fahren oder rodeln. Entwürfe dazu hat die Stadt nicht vorgelegt; man darf annehmen, dass dieser Neubau günstiger zu haben wäre.

Nun ist es an den Biedenkopfer Stadtverordneten, zwischen den Alternativen zu entscheiden. Wichtige Fragen sind: Was kann Biedenkopf sich überhaupt leisten? Was brauchen die Stadt und ihre Bürger überhaupt? Und welche Variante ist sinnvoll und zukunftsfähig? Spannende Diskussionen stehen bevor.


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