Standpunkt: Die Auswahl hatten wir schon mal

Bundestagskandidaten

Von Edgar Meistrell

Die Parteien setzen also auf Kontinuität. Warum auch nicht, denn die Spitzenkandidaten im Bund sind mit Angela Merkel und Peer Steinbrück ja auch keine Unbekannten.

Im heimischen Kreis ist Bartol seit dem 22. September 2002 "unser Mann in Berlin". Er folgte auf die zweimal erfolgreiche Brigitte Lange. Die CDU hatte ihren letzten Direktwahlerfolg 1990. Damals stand Friedrich Bohl kurz vor dem Höhepunkt seiner politischen Laufbahn. Der Marburger war bis 2002 im Bundestag, wurde immer über die Landesliste gut abgesichert. Das waren seine Nachfolger dann nicht mehr.

Aber darauf hofft die Union nun. Hessens Finanzminister Thomas Schäfer, der für 2013 als neuer Kreisvorsitzender der heimischen Union im Gespräch ist, machte auf dem Parteitag deutlich, dass nur ein Kandidat Heck Chancen hätte, diesmal mehr als einen aussichtslosen hinteren Rang auf der Liste zu bekommen. Damit zeigte er aber auch, wie die heimische Kreisspitze die Chancen auf einen Direktsieg des Amöneburgers einschätzt. Gegen Bartol zu gewinnen, dessen Vorsprung von rund 4400 Stimmen abzufangen, käme einem historischen Erfolg gleich.

Dennoch möchte die heimische Union endlich wieder mehr als nur einen Mandatsträger in Bund und Land haben. Über Jahrzehnte waren es drei. Derzeit steht nur Christean Wagner in Wiesbaden seinen Mann. Die CDU will wieder Erfolge vorweisen, und das im "Superwahljahr 2013" mit Landrats-, Bundestags- und Landtagswahl.


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