Standpunkt: Die Wahl ist eine Zäsur

Von Dirk Wingender

Thomas hat gesiegt, weil er - durch seine berufliche Verwaltungserfahrung bestechend - offensichtlich alle diejenigen für sich gewinnen konnte, die keine Lust auf Partei-Gefolgsleute hatten. Die keine alten Gesichter in neuer Konstellation wollten. Die eine Alternative suchten.

Auch eine Alternative zu Aurands Erbe: Stefan Scholl, so etwas wie der Kronprinz des langjährigen SPD-Amtsinhabers, holte weniger als 18 Prozent der Stimmen. Die große Mehrheit traute dem dem 33-Jährigen den Posten einfach nicht zu. Was daran liegen mag, dass er zwar Ehrenamts-, aber keine Berufserfahrung vorzuweisen hatte. Da half auch keine prominente Wahlkampfhilfe aus Wiesbaden.

Anzeige

Und Stefan Nadler? Er hielt für die CDU den Kopf hin. Und die Niederlage der Union bei der Bürgermeisterwahl 2010 - damals verlor ebenfalls haushoch Matthias Kreck gegen SPD-Amtsinhaber Aurand - sie wiederholt sich. Für Nadler persönlich ist das vor allem bitter, weil er sich schon so lange in Kommunalpolitik und Ehrenamt engagiert.

Die Wahl von Andreas Thomas ist für Dietzhölztal eine Zäsur. Und Thomas wird zeigen müssen, welche Koalitionen er zu schmieden vermag.


Mit ePaper wird die Zeitung digital: Testen Sie jetzt das ePaper Ihrer Heimatzeitung zwei Wochen kostenlos!
Link zum Thema
Copyright © mittelhessen.de 2014
Mehr zum Thema
Kommentare (0)
Mehr aus Standpunkte Dillenburg