Standpunkt: Keine Enten

Von Mika Beuster

Ein Grund: Schwarz auf weiß stehen dort überprüfte - und überprüfbare - Nachrichten. Tageszeitungen haben sich dem Pressekodex unterworfen. Unter Ziffer zwei verpflichtet dieser Journalisten zur Sorgfalt. Informationen müssen auf ihren Wahrheitsgehalt überprüft werden. Wenn dieser Zeitung - etwa über soziale Medien - zugetragen wird, dass ein Lieferwagen unterwegs sei, um Kinder anzulocken, müssen Redakteure dies verifizieren. Die Polizei wird gefragt: Ist da was dran? Meist lautet die Antwort: nein. Alltag für Journalisten, aber ein Aufwand, den viele Internetnutzer nicht betreiben (können). Natürlich geht auch in der Zeitung ab und an etwas schief. Enten, also Falschmeldungen - der Begriff stammt wohl von "not testified" (nicht bestätigt), kurz "N.T.", auf deutsch "En-Te" - können trotz aller Sorgfalt passieren. Aber dann kommt Ziffer drei des Pressekodex zum Tragen: die Richtigstellung. Auch etwas, das soziale Medien nicht kennen.


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