Standpunkt: Weinbach hat sich keinen Gefallen getan

VON KATHRIN JANSEN

Das alles ist einer Demokratie nicht würdig. Natürlich sollte man in einem Wahlkampf unterschiedlicher Meinung sein können. Kontrahenten und Wähler dürfen streiten - über Themen und Meinungen. Persönliche Beleidigungen, böswillige Unterstellungen und haltlose Gerüchte aber haben in einem Wahlkampf nichts zu suchen. Damit haben die Urheber nicht nur den Kandidaten geschadet, sondern ganz Weinbach.

Unabhängig davon, wer am Sonntagabend ins Rathaus eingezogen ist, keiner kann so unbelastet in das Amt starten. Etwas von den Unsäglichkeiten ist in den Köpfen der Menschen hängen geblieben. Statt all seine Energie in das Amt zu stecken, wird sich der Bürgermeister davon erst mal befreien müssen. Dabei bräuchte eine kleine Kommune in schwieriger Lage wie Weinbach alle Kraft, die sie bekommen kann.

Die nächste Quittung für diesen Wahlkampf wird dann in zwei Jahren bei der Kommunalwahl kommen. Denn wer möchte sich in einer Gemeinde um ein politisches Ehrenamt bewerben, wenn so mit ihm umgegangen wird. Weinbach hat sich in den vergangenen drei Wochen keinen Gefallen getan. Schade!


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