Standpunkt

Von Steffen Gross

Arbeitet das neue Herz richtig, dann wird es weiteres Leben in die Altstadtgassen pumpen. Funktioniert es nicht, droht womöglich einer der letzten noch funktionierende Einkaufsbereiche im Stadtgebiet auszubluten. Wie seit fast 40 Jahren die betongewordene Geschmacksverirrung der 70er wird auch der Neubau prägnant und für die Altstadt und ihr Umfeld prägend sein. Es ist eine historische Chance, die genutzt werden muss. Weil Schönheit bekanntlich immer im Auge des Betrachters liegt, ist die geplante Bürgerbeteiligung der richtige Weg. Nur ein von den Wetzlarern mehrheitlich akzeptiertes neues Stadthaus wird angenommen werden und funktionieren. Weiteren Leerstand kann sich die Stadt nicht leisten. Dass das seit Jahrzehnten größte Wetzlarer Bauprojekt einem privaten Investor anvertraut wird, mag Risiken bergen. Doch die erscheinen durch die Zugriffsmöglichkeiten aus dem Rathaus durchaus kalkulierbar zu sein.

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