Standpunkt

Die Situation ist festgefahren, die Fronten bei Rittal sind abgesteckt, eine Lösung  bislang nicht in Sicht.
Friedhelm Loh ist unbestritten eine herausragende Persönlichkeit in der heimischen Region, hat tausende Arbeitsplätze geschaffen und erhalten, über Jahrzehnte einen Konzern gelenkt.
Aber nun melden Arbeitnehmer Ansprüche, geben nicht nach, bleiben hartnäckig. Loh will und kann nicht auf diese Forderungen, vorgetragen  von einem lokalen IG Metaller (Hans-Peter Wieth), eingehen. Er würde seine Autorität vor den Angestellten verlieren – und sein Gesicht.   Er hat versucht, den Konflikt zu beenden, Druck auf die Mitarbeiter auszuüben. Vergebens.
Was nun? Wie weiter bei Rittal? Wo ist der Ausweg?
Jemand muss  zwischen Loh und seiner Belegschaft vermitteln. Mit der Gewerkschaft will und kann er nicht, also kommt die Politik ins Spiel, namentlich mit Landrat Wolfgang Schuster und eine Ebene höher mit Thorsten Schäfer-Gümbel (beide SPD).  
Auch hier sind die Fronten klar: Loh ist nach wie vor gegen einen Tarifvertrag  in seinen Werken, Schäfer-Gümbel dafür. Aber:  Immerhin wird  es nun Verhandlungen über das Thema geben.  Die Mitarbeiter dürfen hoffen, und Friedhelm Loh kann sein Gesicht wahren.
Das alles ist noch keine Lösung, aber ein Fortschritt. Die Blockade ist gelöst.


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