Standpunkt zur Landratswahl

Von Edgar Meistrell

Der Erfolg von Kirsten Fründt (SPD) ist ein deutliches Signal: Auch ein politischer Neuling kann punkten. Damit ist das plötzliche Ausscheiden von Michael Richter-Plettenberg vergessen. Die SPD-Spitze hat unter Zeitdruck auf die richtige Frau gesetzt. Dass die bisher nicht für ein Amt kandidiert hat, war sicher kein Nachteil. Zwar monierten Kritiker fehlende kommunalpolitische Erfahrung, für das Ergebnis spielte das am Sonntag aber keine Rolle.

Was aber passiert in zwei Wochen? Die Sozialdemokraten sind siegessicher, die CDU vertraut auf die Umfragewerte im Bund. Die Grünen müssen sich outen. Wollen sie Rot-Grün in Bund, Land und demnächst auch im Kreis? Unterstützen sie ernsthaft den CDU-Bewerber, müssen sie dies deutlich sagen. Ob der Wähler den eventuell kleinen aber feinen Unterschied versteht?

Für beide Bewerber steht die Stichwahl durch die Parallelität mit Bundes- und Landtagswahl unter neuen Vorzeichen. In einem hatten gestern alle Recht: Die Karten werden neu gemischt, der Wahlkampf beginnt neu.


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