Unsere Grundrechte

Von Dirk Wingender

Gerade wegen dieses historischen Hintergrunds eine Widerlichkeit. Aber es ist erlaubt. Es ist das Paradoxe: Rechte dürfen in Wetzlar marschieren, weil sie für sich ausgerechnet die Grundrechte in Anspruch nehmen, die sie selbst einschränken oder gar abschaffen wollen, für diejenigen, die ihnen nicht in den Kram passen. Unsere Grundrechte, die keinen Unterschied machen vor Religion oder Hautfarbe.

24 Stunden zuvor sind in Paris Menschen von Extremisten ermordet worden. Die Antwort auf diesen Extremismus, egal wie er motiviert ist, kann nur eine solche sein, wie sie auch die Wetzlarer am Samstagabend gegeben haben: Einstehen für die Demokratie.

Am Sonntag ist übrigens Volkstrauertag. "Wir denken an die Opfer von Gewalt und Krieg, an Kinder, Frauen und Männer aller Völker", so beginnt jährlich der Gedenktext für diesen Tag. Als wäre er für diesen Sonntag geschrieben worden.


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