Verbote für Radler und Reiter sind überzogen

Von Jörgen Linker.
Von Jörgen Linker.

Das Gesetzesvorhaben reiht sich ein in so weltfremde Pläne, wie das der Bundesfamilienministerin, die 16-Jährigen den Ausgang nach 20 Uhr verbieten will. Und es reiht sich ein in eine Verbotskultur in Deutschland.

Besser wäre es umgekehrt: Mountainbiken und Reiten grundsätzlich auf den Waldwegen erlauben – und nur dort, wo es Probleme gibt (offenbar im Rhein-Main-Gebiet), die einzelnen, betroffenen Strecken mit Schildern sperren. Aber nicht nach dem Rasenmäher-Prinzip alles dicht machen.

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Und nicht obendrein noch den Förstern die Verantwortung zuschieben, nachträglich "attraktive Angebote" für die Mountainbiker zu schaffen. Zurzeit häufen sich   Gesetzesvorschläge (auch Melde-Gesetz), mit denen – sobald Kritik laut wird – plötzlich niemand mehr etwas zu tun oder es gar nicht so gemeint haben will.

Auch so zerstört man Vertrauen in die Politik.


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