Verlorene Ernte

Von Christoph Weber

Da stellt sich mir die Frage, ob diese Baumbesitzer kein Interesse an ihrem Obst haben oder ob die Grundstückseigentümer vielleicht sogar überhaupt nicht wissen, wo die von den Eltern oder gar Großeltern geerbten Grundstücke liegen und was sich dort tut. Das ist schade für die Menschen, die selbst keinen Grund und Boden haben, denen aber ein frisch gepresster Apfelsaft aus eigener Ernte auch gut schmecken würde.

Hier sollte man eine Regelung für eine "Fremdernte" finden. Beispielsweise könnten die Obstbaumbesitzer mit einem roten Band um den Stamm signalisieren, dass sie selbst zu gegebener Zeit mit dem Apfelpflücker anrücken wollen. Ein grünes Band würde dann allen zeigen: "Pflücke, wer will!" Dazu wäre es dann nicht schlecht, wenn es ein auf die jeweilige Frucht bezogenes Zeitlimit geben würde.

Wenn der Stichtag erreicht ist, dann stehen alle Bäume zur freien Verfügung, und es gilt bei der Ernte das Motto: "Wer zuerst kommt, der pflückt zuerst."


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Kommentare (1)
Das wird nicht gehen es wird streit geben da sich einige nicht an die Weisungen halten was passiert wenn sich einige dann sogar schlagen .Lieber die Grundstückseigentümer informieren ,wenn dies Ihre Äpfel an jemanden mehr
verkaufen können oder verschenken wollen wäre das der bessere weg
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