Wir lernen mehr Gelassenheit

Pro Familienhund

Von Iris Baar

Statt vor dem Fernseher zu sitzen, ziehen wir das feste Schuhwerk an und marschieren durch den Wald. Wir freuen uns über jedes Pipi und jeden Haufen, der vor der Tür erledigt wird und loben den kleinen Sturkopf, als hätte er den Nobelpeis verdient.

Wenn der Tag mal nicht so rund gelaufen ist, und der Chef fies und gemein war: Snoopy gleicht das aus. Er legt seinen Kopf schief in den Nacken und macht diese großen runden Augen. Ärger und Stress? Wie weggeblasen. Nicht zu vergessen, die pädagogische Wirkung so eines Hundes: Unser siebenjähriger Sohn, ein Einzelkind, steht nicht länger als kleiner Prinz im Mittelpunkt der Familie, sondern muss für den Hund zurückstecken und – das ist das Wichtigste – lernen, Verantwortung zu übernehmen. Das klappt. Nicht immer, aber immer öfter.

Auch dass wir jetzt alles sofort immer an den richtigen Platz räumen müssen, damit der Hund es nicht klauen kann, ist ein schöner Nebeneffekt.

Ja, ein Hund kostet Zeit. Das sollte man sich vor der Anschaffung genau überlegen. Doch wer die Zeit investiert, kann viel gewinnen: Denn das neue Familienmitglied, das sich durch bedingungslose Liebe auszeichnet, erzieht uns zu mehr Gesundheit und Gelassenheit, zu Ordnung und gutem Sozialverhalten.


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