Wo bleibt eigentlich der Aufschrei?

Von Jörg Weirich

Zugegeben, der Verkauf von nur zwei 30-Liter-Fässern Bier in der Woche kann einem Gastronom kein ausreichendes Einkommen bescheren. Da müssten mehr Gäste in die Kneipe kommen.

Sicher, die Kneipe an sich könnte mal renoviert werden (aber mit Vorsicht, bitte). Vor allem die "nachgelagerten Bereiche" müssten dringend mal auf Vordermann gebracht werden. Und dass das kein Pappenstiel ist und tausende Euro kosten würde, ist auch klar.

Aber dennoch: Die "Gefahr" ist ein Stück Herborner Kulturgeschichte. Und das einfach aufgeben?

Ich kann mich noch prima dran erinnern, als Herborns zweitältestes Gasthaus ausgangs der 80er/Anfang der 90er Jahre vom Aus bedroht war. Einige Herborner Bürger, im Großen und Ganzen recht gut betucht, taten sich als Stammtisch zusammen und retteten ihre urige Lieblingskneipe. Die blieb somit erhalten, und so kann man noch heute am Holzmarkt "Zum armen Icke" einkehren.

Die "Gefahr" schließt zum Jahresende. So, wie es derzeit aussieht, wohl für immer. Also: Wo bleibt eigentlich der Aufschrei?


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