„Bachtrompeter“ neu gestalten

Versammlung Erster Entwurf von neuem Veranstaltungsplatz diskutiert

Beratschlagen angeregt über die Planung des „Bachtrompeters“ in der Solmsbachstraße: die Teilnehmer der Bürgerversammlung und Bürgermeister Frank Inderthal (r.). (Foto: A.-L. Fischer)
Direkt am Solmsbach ist der neue Platz für Bürger gelegen. (Foto: A.-L. Fischer)
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Kinder spielen auf der großen Freizeitfläche, die Sonne scheint auf das Grün, im Hintergrund plätschert der Solmsbach – ein noch zukünftiges Szenario, das in Solms nun immer genauer Gestalt annimmt.

Denn ein neuer Freizeit- und Veranstaltungsplatz entsteht in Solms – und zwar direkt am Bach. Dabei handelt es sich um das etwa 1000 Quadratmeter große Grundstück mit anliegendem Gebäude in der Solmsbachstraße 5 in Burgsolms. Die Stadt hatte es vergangenes Jahr für 130 000 Euro gekauft. Im November erhielt das Projekt einen Förder-Zuschuss über 8500 Euro aus der Leader-Region Lahn-Dill-Wetzlar. Das Grundstück wurde daraufhin im März während der Bürgerversammlung in der Taunushalle offiziell „Bachtrompeter“ getauft.  Kaum zwei Monate später liegt bereits der erste Entwurf für den neuen gemeinschaftlichen Treffpunkt vor.

Das Gestaltungskonzept des neuen Treffpunkts übernahm das Büro für Landschaftsarchitektur Matthias Burghammer aus Wetzlar. Der Architekt präsentierte den Solmsern am Dienstag in der Taunushalle seine Ideen für den Platz. Ziel der zweiten Veranstaltung war, noch näher an die konkrete Gestaltung heranzutreten – im Dialog. Angeknüpft hatte das Architekturbüro an bereits geäußerte Wünsche der Bürger aus der ersten Versammlung im März.

Veranschaulicht in einer digitalen Präsentation stellte Matthias Burghammer den zukünftigen „Bachtrompeter“ vor. „Wir haben versucht, eure Wünsche so gut es ging zu realisieren“, hieß es in der Taunushalle. Neben der gewünschten Tribüne, einem Platz für einen Biergarten, ein Bürgercafé oder Ähnliches, soll der „Bachtrompeter“ vor allem eine große, freie Fläche bieten, damit diverse Veranstaltungen ins Leben gerufen werden können. Für diese Fläche gibt es mehrere denkbare Umsetzungen: Dort soll das Kirmeszelt aufgestellt werden, es kann der Adventsmarkt stattfinden oder wenn gerade keine Veranstaltung ansteht – kann er als multifunktionaler Freizeitplatz genutzt werden.

„Hier könnte zum Beispiel ein Basketballkorb angebracht, ein lebensgroßes Schachspiel ergänzt oder ein Wasserspiel für Kinder integriert werden“, stellte Burghammer vor. Festgelegt sei dies alles noch nicht, die Entscheidungen über diese Details sei den Solmsern überlassen.

„Würden wir diese freie Fläche um ein paar Zentimeter absenken, könnte dort im Winter eine Eisbahn entstehen“, ergänzte der Ingenieur. Das Wasser dafür könne aus dem Solmsbach gezapft und bei Abschmelzen der Eisbahn im Frühjahr wieder hineingelassen werden. Von dieser Idee war die Bürgerversammlung sehr angetan.

Solmsbach soll eine zentrale Rolle spielen und in Gestaltung und Konzept des Platzes einbezogen werden

Um den Zugang zum Solmsbach zu schaffen, hatten sich die Bürger im März eine Art Treppe für den sicheren Einstieg gewünscht. „Das kann leider nicht realisiert werden – die Untere Wasserbehörde genehmigt in diesem Bereich keinen Treppenzugang“, so Burghammer. Enttäuscht waren die Solmser darüber allerdings nicht, denn prompt kam aus den Reihen der Bürgerversammlung ein Vorschlag: „Ein paar Meter weiter vom Grundstück befindet sich schon ein Zugang zum Solmsbach, der könnte doch verschönert werden“, hieß es in der Taunushalle. Angeregt wurde zudem, ein Wasserspiel zu gestalten: „Eine Stautreppe oder Ähnliches wäre schön, um unseren Solmsbach noch mehr in Szene zu rücken und als Spielplatz miteinzubeziehen“, so ein Burgsolmser.

Insgesamt zeigte sich die Versammlung positiv gegenüber dem Entwurf Burghammers: „Dass Alt und Jung gleichermaßen integriert werden, ist toll.“ Bürgermeister Frank Inderthal (SPD) resümierte: „An kleineren Details kann noch gefeilt werden, aber ich erkenne, dass der Plan für unseren ,Bachtrompeter‘ nun in seinen Grundzügen feststeht.“

Der Entwurf war neben der digitalen Vorschau auch als Plakat auf einer Pinnwand in der Taunushalle angebracht. Dort versammelten sich die Bürger im Anschluss an die Diskussion. Schnell entstanden gemeinsam mit Rathauschef und Architekt weitere Ideen, die besprochen wurden.

Das Wetzlarer Architekturbüro wird nun die Ideen und Einwände der Solmser berücksichtigen und am Konzept feilen. Bis zum 7. Juni soll der genaue Bau- und Gestaltungsplan feststehen.


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