„Ein Jäger von echtem Schrot und Korn“

Versammlung III  Jagdpacht geht wieder an die Gemeinde Lahnau-Waldgirmes / Pächter verabschiedet

Freuen sich über die erste Frau im Jagdvorstand: Ulrich Peschke (v.l.), Manfred Fiedler, Silvia Wrenger-Knispel, Frank Zimmermann und  Wolfgang Rauber. (Foto: Moos)

Das Geld soll gezielt für Belange der Landwirtschaft, des Naturschutzes und des Jagdwesens verwendet werden. Ein kleinerer Teil der Jagdpacht findet für die Ausgaben der Jagdgenossenschaft und des Vorstandes Verwendung. Der neue Vorsitzende Manfred Fiedler, der durch das Ausscheiden des ehemaligen Bürgermeisters Eckhard Schultz aus dem Jagdvorstand schon im Januar einstimmig gewählt worden war, konnte zu der Versammlung über 40 Mitglieder begrüßen. Sein besonderer Gruß galt unter anderem der Bürgermeisterin Sylvia Wrenger-Knispel, welche später als Vertreterin der Gemeinde Lahnau ebenfalls als Stellvertreterin von Fiedler in den Jagdvorstand gewählt wurde. Sie ist damit die erste Frau in dem  Lahnauer Jagdvorstand. Komplettiert wird der Jagdvorstand durch Christian Dörr, welcher den ausgeschiedenen Karl Ernst Schnorr ersetzt. Die Jagdpächter Wolfgang Rauber und Ulrich Peschke hatten den Jagdvorstand gebeten, aus persönlichen Gründen aus dem Jagdpachtvertrag entlassen zu werden. Diesem Wunsch kam die Versammlung nach, zumal mit Lena Zimmernann und Fred Gerhardt-Schäfer zwei „echte Waldgirmeser Jäger“ die Übernahme der Pachtanteile erklärten.

In seiner Laudatio dankte der Vorsitzende den ausscheidenden Pächtern Wolfgang Rauber und Uli Peschke für die vielen Jahre der guten Zusammenarbeit. Wolfgang Rauber war 34 Jahre Mitpächter im Jagdbogen Waldgirmes und so Manfred Fiedler – „ein Jäger von echtem Schrot und Korn“. Gleiches gilt für Ulrich Peschke, der als Nachfolger für seinen Vater Alois vor rund zehn Jahren Jagdpächter geworden war.

Frei laufende Hunde sind Thema

Ein immer wieder vorgebrachtes Thema waren die frei laufenden Hunde, die trotz Leinenzwang quer über die Felder und Wiesen laufen. Die Mitglieder forderten die Bürgermeisterin zum Handeln auf. Gleiches gilt für die massiven Elektroweidezäune. Hier appellierte der Vorsitzende an die Weidetierhalter, die Zäune nach der Beweidung oder zumindest außerhalb der Weidesaison abzubauen und zu entfernen. (mo)


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